Rückblick auf die Kinderbibeltage 2018

Rückblick auf die Kinderbibeltage 2018

Enie, das verloren gegangene Schäflein und der gute Hirte, der sie wiederfindet und versorgt. Das war da Thema bei den diesjährigen Kinderbibeltagen der Katholischen Kirche Maria Königin. Ist doch klar, dass man dabei auch einen echten Hirten besucht.

An Spiel und Spaß, Basteln und Toben hat es an drei Tagen in der letzten Sommerferienwoche nicht gefehlt. Die Kinder konnten sogar ihre eigene Seife herstellen. Das traditionelle Highlight war die Übernachtung und das gemeinsame Frühstück mit den Eltern und Geschwistern. Beim Familiengottesdienst am Sonntag, 9.09. waren die Kinder und Erwachsenen der Kinderbibeltage selbstverständlich dabei und brachten sich mit ihren Liedern und Gebeten ein. Ein Dankeschön gilt unserem Musikteam für die schöne musikalische Gestaltung.
Wir lobten und dankten Gott, dass er uns wie ein guter Hirte führt und schützt.

An dieser Stelle sagen wir auch nochmal dem Erwachsenenteam und den Jugendlichen ein Vergelt’s Gott. Sie haben unseren Kibita-Kindern ihre Zeit und ihren Einsatz geschenkt. Das waren Sanja Markovic, Anna Marszalek, Anna Claudia König, Monika Schönefeld, Dorothee Schmitz und Robin, Caro, Mia und Immanuel!

 

Viele Nationen teilen sich ein Haus - Besonderer Gottesdienst in der katholischen Kirchengemeinde Maria Königin Laichingen

Von Hansjörg Steidle

Schwäbische Zeitung vom 24. Juli 2018

Laichingen - "Alle Völker gehören zum Reich Gottes. Unter seinem Dach finden alle Menschen Platz. Alle Nationen wohnen in dem einen Hause, das Erde heißt." Dies erklärte Pfarrer Karl Enderle zu Beginn des Nationengottesdienstes, den die katholische Kirchengemeinde Laichingen am Sonntag feierte. Seit Jahren gibt es einmal im Jahr diese besondere Messfeier, um zu verdeutlichen, dass viele Menschen aus vielen Ländern zur Gemeinde gehören und willkommen sind. Jesus Christus bilde die große verbindende Kraft der Menschen aus zahlreichen Nationen, machte Pfarrer Enderle deutlich.

Bund gemischte Gemeindeglieder

Die Vielfältigkeit der katholischen Kirchengemeinde wurde in den Fürbitten zum Ausdruck gebracht, als junge und ältere Gemeindemitglieder in ihren Muttersprachen Gebete für Frieden, für die Kirche, für die Mitarbeiter in der Kirche, für die Jugend sowie für Flüchtlinge und Heimatlose vortrugen: Auf Niederländisch, Portugiesisch, Polnisch, Kroatisch, Englisch, Ungarisch, Igbo und Deutsch wurden die Fürbitten verlesen. Auch das "Vater unser", das zentrale Gebet der Christen, durfte jeder in seiner Muttersprache beten, wobei es Erwin Beckers aus Nellingen am Ambo auf Lateinisch sprach, der weltumfassenden Sprache der katholischen Kirche.

Festlich war der Nationengottesdienst in der Kirche Maria Königin in Laichingen gehalten, auch dank der vielen Lieder, die der katholische Kirchenchor unter der souveränen Leitung von Ruth Häberle vortrug. Begleitet wurde der Chor bei den meisten Liedern von einem Musikteam mit Margit Wiedermer (Keyboard), Kurt Wörner (Gitarre), Elke Honikel (Flöte) und Heike Schumann (Gitarre und Rhythmus). Zur Eröffnung sang der Chor das festliche Lied "Unser Leben sei ein Fest", zum Gloria und Kyrie, zur Gabenbereitung auf Deutsch und Spanisch das "Nada de turbe" und zum Sanctus. Ergreifend war als Danklied das "Großer Gott wir loben dich", das als Kanon zwischen Volk und Chor erklang. Einen besonderen musikalischen Akzent setzte der Chor nach dem feierlichen Segen mit dem Schlusslied und Gospel "Every time I feel the spirit".

Christus als Friedensstifter

In seiner Predigt nannte Pfarrer Karl Enderle einen Grund, der alle Menschen der Erde zu verbinden vermag: Das sei Jesus Christus, der auch die Menschen in die richtige Spur und auf den richtigen Weg bringe. Er habe diese Erde, das All und die Menschen geschaffen, die auf dem Erdenrund gemeinsam leben und das gemeinsame Haus Erde miteinander teilen. Jesus Christus führe die Menschen zusammen, unter denen es mehr Verbindendes als Trennendes gebe. Mit Blick auf die Tageslesung und auf Jesus Christus, den Gekreuzigten, meinte Pfarrer Enderle: "Sein Sterben am Kreuz hat die trennende Wand der Feindschaft niedergerissen." Er sei zum Friedenstifter unter den Völkern geworden, sein Frieden verbinde die Fernen und die Nahen.

Als der Gute Hirte führe Jesus Christus die Menschen zusammen, legte Enderle im Laufe seiner Ausführungen weiter dar: Über ihn erfahren die Menschen Zugang zueinander und zu Gottvater, der das Konkurrenzdenken unter den Menschen und Nationen aufzuheben vermag und der auch beitrage, die "anvertraute Erde nach seinem Willen gemeinsamen nachhaltig, behutsam und gut zu gestalten. Dazu seien alle Menschen als "Geschwisterkinder" eingeladen, zu leben, denn "in dem einen Haus der Erde hängt nämlich nur ein Kreuz".

Leiterin des kath. Kindergartens im Familiengottesdienst verabschiedet

„Spitze, dass du da bist“ sangen die Kindergartenkinder munter zu Beginn des Familiengottesdienstes.

Gemeint war Ursula Fox, die feierlich von Kindern, Eltern, ihrem Team und der Kirchengemeinde am 1. Juli 2018 im Gottesdienst verabschiedet wurde.

Einen kurzen Rückblick auf die vergangenen 18 Dienstjahre warf Kirchengemeinderätin Erika Gebauer: Es waren durchaus nichtalltägliche Herausforderungen zu bewältigen, so die Renovation der benachbarten Pfarrkirche, Turbulenzen mit der Übernahme des benachberten „Spatzennestes“ von der evangelischen Gemeinde, höchste Anforderungen an die Integration sehr vieler Kinder mit Migrationshintergrund, dies alles in antiquierten Räumlichkeiten.

Dennoch gelang es ihr und ihrem Team, ein pädagogisches Konzept von hohem Qualitätsanspruch auf allen Ebenen – Gesundheitserziehung, Sprachbildung, soziales Verhalten - aufzubauen und weiterzuentwickeln und ihrer Nachfolgerin, Nadja Hummel-Jefkai, eine solide Startrampe bereitzustellen.

Mit „Spitze, dass du da bist“ angesprochen haben die Kinder in ihrem flotten Singspiel auch Jesus Christus, der neben Kindergarten und Familie, sie in allen frohen und beschwerlichen Lebenslagen begleitet.

Pfarrer Karl Enderle betonte, dass dessen Fürsorge bedingungslos sei, man müsse sie sich nicht verdienen und sie sei nicht gesetzlich geregelt, jedem Kind und Erwachsenen stehe sie allezeit und in jeder Lebenslage hilfreich zur Verfügung.

Aufnahme neuer Ministranten

„Ganz vorne mit dabei“

Am Sonntag (24.06.2018), dem Fest von Johannes dem Täufer, durfte sich unsere Kirchengemeinde in Laichingen über die feierliche Aufnahme von 6 Erstkommunionkindern als neue Ministratinnen und Ministranten freuen. Festlich und jugendfrisch umrahmt war der Gottesdienst von Heike Schumanns Musikteam.  Damit ist Dank des Einsatzes von Gemeindereferentin Maria Opat, mit Unterstützung der älteren Ministranten unter Johanna Hassler, sowie der Eltern, die beachtliche Zahl von über 30 Ministranten - wohl balanciert mit Mädels und Jungs aller Altersgrupen und mit Herkunft aus vielen Ländern dieser Welt - erreicht.

Pfarrer Georg Egle zog eine wunderbare Parallele zwischen Johanni und den Minis: ab der Sommersonnwende am 21. Juno werden die Tage kürzer, Sonnwendfeuer werden in christlicher Tradtion deshalb Johannisfeuer genannt. Wie die Tage kürzer werden,  so sollte auch Johannes klein werden, damit derjenige, auf den Johannes hinweist, Jesus Christus, wachse.  So sind auch die Ministranten aufgefordert, in aller Bescheidenheit, aber dennoch mutig und standfest mit ihrem Dienst an der Gemeinschaft – eben so wie Johannes -  auf Jesus hinzuweisen.

Fronleichnam 2018

Fronleichnam in Laichingen am Sonntag

Herrlicher Blumenteppich am Altar auf Duceyer Platz zum Thema „Frieden“ soll an Katholikentag erinnern

Von Hansjörg Steidle

Laichingen - Das Fronleichnamsfest ist in Laichingen am Sonntag nachgeholt worden. Warum das Fest bei der katholischen Kirchengemeinde Laichingen seit einigen Jahren immer am Sonntag nach Fronleichnam gefeiert wird, das hat einen einfachen, praktischen Grund: Am Festtag selber gibt es die Tradition in Westerheim und Ennabeuren, während am Sonntag darauf organisatorisch bedingt in Laichingen gefeiert wird. Das ist voll akzeptiert, denn auch in den Ländern, in denen Fronleichnam kein gesetzlicher Feiertag ist, kann das Fest erst am Sonntag darauf gefeiert werden. Pfarrer Karl Enderle kann sich in der Seelsorgeeinheit Laichinger Alb nicht zerreißen und an einem Tag nur an einer Prozession teilnehmen.

Bei herrlichem Sonnenschein hat nun die katholische Kirchengemeinde Laichingen mit der von Suppingen am Sonntag das „Hochfest des Erlösungswerkes Jesu Christi“ nachgeholt, wie Fronleichnam von Pfarrer Enderle definiert wird. Im Anschluss an die Eucharistiefeier in der Kirche Maria Königin zu festlicher Blasmusik der Stadtkapelle zog die Gemeinde in einer Prozession hinaus ins Freie zum Duceyer Platz, wo bei der Stadtbücherei der Altar aufgebaut war.

Stadtkapelle musiziert feierlich

Die Stadtkapelle begleitete den Prozessionszug mit zahlreichen Gläubigen und setzte unter der Leitung von Dirigent Gerhard Engler mit Prozessionsmärschen und Hymnen einen schönen musikalischen Akzent. Es ist in Laichingen lange Tradition, dass die Stadtkapelle Laichingen die Fronleichnamsfeier musikalisch umrahmt. Bei der Messe ließ das Ensemble um Gerhard Engler das „Amen“ und die Bachkantate „Jesu bleibet meine Freud’“ erklingen. Es begleitete das Volk bei den Liedern, so eingangs zu „Lasset am heiligen Fest heute uns fröhlich sein“.

Pfarrer Karl Enderle trug bei der Prozession die Monstranz mit der heiligen Hostie durch die Straßen Laichingens, begleitet von zahlreichen Ministranten und den Kommunionkindern, die fleißig Blumen streuten. Am Altar vor der ehemaligen Radschule trug er das Johannes-Evangelium von der „wunderbaren Brotvermehrung“ vor und erteilte der Gemeinde den feierlichen Segen, ehe die Gläubigen zurück zur Kirche Maria Königin schritten, wo dann die Bevölkerung zu einem Gemeindefest im Hof der Kirche geladen war.

Unter dem Motto „Frieden“ stand der herrliche Blumenteppich vor dem Altar auf dem Duceyer Platz in der Stadtmitte Laichingens – in Anlehnung an das Motto „Suche Frieden“ des Katholikentags in Münster. Zu sehen auf dem Kunstwerk aus Blumen waren Symbole des Friedens, so eine weiße Taube, die Sonne und ein bunter Regenbogen. Weitere wunderschöne Motive gab es vor dem Altar in der Kirche auf vier Platten zu bestaunen, den die Erstkommunionkinder mit Eltern und Helfern gestaltet haben.

Diese zeigen in Erinnerung an das Motto der diesjährigen Erstkommunionfeier „Jesus, wo wohnst Du?“ Orte, an denen Jesus zu finden ist: in der Kirche, in der Eucharistie, in Brot und Wein nach der Wandlung sowie im Herzen jedes Menschen. Ein Team von rund 30 „Künstlern“ mit zahlreichen Kindern um Christine Sommer und Marienschwester Rita Fleck hatte am Samstag in der Garage des Pfarrhauses die Blumenteppiche gestaltet. Es sei gar nicht so einfach gewesen, ausreichend Blumen in diesem Jahr zu finden, wie zu hören war. Der Grund: Der heftige Hagel vor eineinhalb Wochen hatte auch die Blumen in den Gärten Laichingens in Mitleidenschaft gezogen.

In seiner Festpredigt zu Fronleichnam ging Pfarrer Karl Enderle auf den herrlichen Blumenteppich der Kommunionkinder ein und er beantwortete ihre Frage, die über dem Teppich stand: „Jesus, wo wohnst Du?“ Ausgehend vom Pfingstfest mit der „Sendung des Heiligen Geistes“ und der „Vollendung des Erlösungswerks Christi“ wohne Jesus Christus in jedem Herzen jedes Menschen. Jesus lehre die Ehrfurcht vor der Schöpfung und den wunderbaren Werken seines himmlischen Vaters und sei deshalb auch in der Natur mit seinen herrlichen Blumen gegenwärtig. Schließlich dringe der Gottessohn über das Sakrament der Eucharistie und mit seiner großen Liebe in jeden Menschen und lasse ihn teilhaben am ewigen Leben, erläuterte Enderle. Dieses große Glaubensgeheimnis teilen sich die Gläubigen in der Gemeinde, um es zu begreifen und zu fassen. Es werde in der Kirche mit den offenen Fenstern, dem vierten Bild des symbolträchtigen Blumenteppichs, geteilt. Jesus gelange über die Eucharistie zu den Menschen. Die Erinnerung an Christus werde in den Kirche weltweit gelebt.

Schwäbische Zeitung vom 4. Juni 2018
Fotos: Hansjörg Steidle

Fußwallfahrt nach Ave Maria Deggingen 2018

„Sehr gut – Wandlung – Herz“ – Diese drei Worte gab Pfarrer Enderle am Sonntag, 6. Mai den etwa zwanzig Pilgern mit auf den Weg nach Ave Maria in Deggingen. Bei strahlendblauem Frühlingshimmel mit einer frischen Brise Wind hatten sie ideales Wanderwetter. Der Weg führte über Widerstall, Schonderhöhe, Berneck zum Ziel. Bei Rastpausen stärkten sich die Wallfahrer nicht nur mit dem Vesper aus dem Rucksack, sondern auch mit dem „Brot des Wortes“ durch Impulse zu den drei Merkworten.

Der katholische Kirchenchor war auch in diesem Jahr wieder dabei, um den Wallfahrtsgottesdienst um 13.00 Uhr mitzugestalten, zu dem sich auch zahlreiche andere Gottesdienstteilnehmer von der Alb eingefunden hatten.

Fast 30 Sängerinnen und Sänger verteilten sich auf engem Raum in luftiger Höhe auf der zweiten Empore. Vorgetragen wurden Teile der Schubertmesse, das moderne Lied „Ich danke meinem Gott“ sowie ein bekanntes Marienlied. Chorleiterin Ruth Häberle begleitete neben ihrem Dirigat den Gemeindegesang an der Orgel und spielte zum Eingang und Auszug.

Am Schluss waren viele lobende Worte zu hören. Das gemeinsame Kaffeetrinken rundete den Tag ab.

Die Wallfahrt nach Ave Maria ist inzwischen zu einem festen Bestandteil der Gemeindeveranstaltungen von Maria Königin Laichingen geworden.

 

Ehrung

Für 40 Jahre Dienst als stellvertretende Mesnerin ist an Ostern Margit Röcker eine überraschende Ehrung zuteil geworden. Aus dem Händen von Pfarrer Karl Enderle erhielt sie die Ehrenurkunde des Menserverbands der Diözese Rottenburg-Stuttgart nebst einer Ehrennadel in Gold verliehen. "Die Ehrung kam für mich ganz überraschend", sagt Margit Röcker. Sie hat in der katholischen Kirche Maria Königin in Laichingen in der Zeit der Pfarrer von Egon Kille, Jacob Mathew, Martin Roth, Marzell Gekle, Reinhold Rampf und Karl Enderle unterstützend die Mesnerdienste ausgeführt. Unterstützt hat sie während der 40 Jahre die Hauptmesner Franz Wohnhaas, Gerda Bußfeld, Karl Heinrich Smuda, Maria Kapalla und Kata Dominkovic. Von den 40 Jahren als stellvertretende Mesnern hat Margit Röcker 32 Jahre den Dienst ehrenamtlich versehen, seit acht Jahren bekommt sie eine Aufwandsentschädigung. "Ich habe den Dienst gerne verrichtet und bin immer eingesprungen, wann Hilfe benötigt wurde", erklärt die 74-Jährige.

Noch viele weitere Dienste hat sie bei der katholischen Kirchengemeinde wahrgenommen: Für diese Leistungen hat Margit Röcker im November des vergangenen Jahres die Martinusmedaille der Diözese aus den Händen von Bischof Gebhard Fürst erhalten. "Ich sage Margit Röcker ein herzliches Vergelt's Gott", erklärte Pfarrer Enderle als er die Urkunde übergab.
Schwäbsiche Zeitung vom 9.4.2018

Palmsonntag 2018

 

Am 25. März 2018, bei blauem Himmel und farbenprächtige Palmen, hat die katholische Kirchengemeinde Maria Königin den Palmsonntag gefeiert und an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnert. Die Palmsonntagsfeier hielt Pfarrer Michael Zips,  welcher das Ereignis dieses Tages im Gespräch mit den Kindern sehr lebendig vergegenwärtigt hat. In einem Predigtdialog machte der Geistliche anschaulich, wie sich Volkes Stimme "wie ein Blatt im Wind" vom "Hosianna" (Freudenruf) zum "Kreuzige ihn" wendete. Zips ermunterte die Gottesdienstbesucher, mutig auch gegen den Mainstream seine Stimme zu erheben.

 

Der Frauentreff der Kirchengemeinde hat für die zahlreichen Besucher wunderschöne Palmsträußchen gefertig und für den guten Zweck zum Verkauf angeboten.